Should I be a photographer? to be or not to be… thats the question!

Ich habe auf einem meiner Lieblingsblogs, welche ich regelmässig lese und mitverfolge einen interessanten Artikel gefunden und gelesen, welcher sich um die Selbständigkeit als Fotograf dreht. Ich verfolge diesen Blog regelmässig und finde nicht nur die Artikel, sondern auch den Fotografen dahinter höchst spannend. Der Blog ist in Deutsch geschrieben, und inhaltlich echt Klasse.
Der Fotograf Patrik Ludolph kommt aus Norddeutschland und hat sich eher für den B2C Weg in der Fotografie entschieden. Er startete mit Hochzeit, People- und Street Fotografie, Workshops usw. und er erklärt weshalb er sich als Fotograf selbständig gemacht hat und weshalb er dies anderen empfiehlt, aber auch ausdrücklich davor warnt.
Ich habe mich vor einigen Jahren genauso entschieden und habe mich aber für den B2B, bzw. Werbefotografie für Fashion Brands und Magazine entschieden. Also nicht für Privatkunden.
Die meisten Gedanken, welche sich Patrick Ludolph gemacht hat decken sich mit meinen Erfahrungen und kann ich wärmstens bestätigen.

Der Fotograf als extrovertierte Marketing Person. Als eigener Brand.
Das Berufsbild des Fotografen hat sich meiner Meinung nach dramatisch verändert. Als ich ein kleiner Junge war gab es in meinem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin einen Fotografen. Dieser hatte ein Studio und war eingegraben in vielen Gerätschaften und Lampen. Man hat bei ihm Portraitbilder machen lassen für seinen Pass, oder einfach für das Familienfoto. Dieser ging an Hochzeiten und zu lokalen Firmen um deren Produkte zu fotografieren… Dazumal gab es die Trennung zwischen B2B und B2C irgendwie noch nicht… wenn man ein Foto brauchte ging man zu diesem Fotografen. Egal für was. Der Fotograf hat die meiste Zeit fotografiert und in der Dunkelkammer experimentiert. Der Alchimist der Kreativen. HULK!!!

Heute fotografiert man 10% bis 20% seiner Zeit. Betreibt 80% oder gar 90% seiner Zeit Marketing. Man wirbt um Kunden, arbeitet an seinem eigenen Brand… und vor allem an sich selbst. In der Zeit digitaler Profile strebt man nach Influencing, Klicks, Likes… Kundenessen, Pitches, Publikationen usw… schlussendlich nach Kunden.
Ganz OK so, aber es hat halt nicht den gleichen Hintergrund und Basis wie der Fotograf in den 80ern hatte. Patrick Ludolph umschreibt hier sehr treffend die Wahl des Produktes und der Dienstleistung welche herausragend sein sollte. Den eigenständigen Charakter seiner Bilder und des Auftritts. Hier bin ich etwas geteilter Meinung, obwohl wir uns einig sind, dass diese sehr gut gewählt und qualitativ hochstehend sein müssen… aber ich denke diese darf und sollte sich zwingend entwickeln. Wenn ein heutiger Fotograf die gleichen Bilder wie vor 2 Jahren schiesst, dann ist da etwas falsch gelaufen. Der Weg des Samurais… oder des Fotografen. Dieser MUSS sich ständig entwickeln. und er muss wachsen mit ihm dann auch seine Bilder und sein Auftreten gegenüber der Öffentlichkeit und der Kunden. Fotografie war in den 80ern ein Bild. Heute sind es Editorials, Bilder, Bewegtbilder, Fashionmovies, Fotografien mit Dronen und vieles mehr. Mehr Möglichkeiten sich zu diversifizieren, aber auch mehr Fläche um sich zu verlieren…

Bloggen, schreiben… Gedanken und Erlebnisse mitteilen…
Ich schreibe nun auch seit mehr als 4 Jahren Blogartikel auf verschiedenen Plattformen inkl. meinen eigenen und es diente für mich zu Beginn als eine Art Therapie. Schreiben heilt die geschundene Seele. Heute sind für mich Blogartikel, ob geschrieben als reiner Text, ein einfaches Bild, Gallerien oder gar Kurzfilme eine Art Kunst, eine persönliche Entwicklung und auch eine Platform sich Gehör zu verschaffen. Und das wichtigste ist, dass die Cloud auf jede Idee, jedes Bild oder jeden Post Feedback gibt. Denn das will ich ja… Das brauche ich unbedingt. Und das ist es, was mehr Wert hat als Likes und Klicks. Der Austausch und das Feedback!
Haha, wie bei Patrick Ludolph’s Blogartikel kommen bei mir jetzt die Versicherungsmongos mit ihren Shows in den Sinn.

Mein Verkaufsangebot: Jeder der meinen Blogartikel an einen weiteren lesenden Bekannten weiterleitet erhält 50% Rabatt auf mein nächstes kostenpflichtiges Tutorial. Und wenn Du mir 5 Deiner lesende Freunde lieferst erhältst Du das Tutorial absolut kostenlos… PARTYYYY!!! Das ist doch mal ein Angebot. Aber HALLO… nichts anderes machen wir doch eigentlich schon in der Marketingbranche…ähm… Fotografiebranche. genauso habe ich mit meiner zukünftigen e-learning Plattform in den letzten 24 Monaten mehr als 2,7 mio Adressen gesammelt.
Ein kostenloser Tipp von mir (maitre.co oder untorch.com )

Die Nachhaltigkeit als Berufsfotograf:
So wie ich Patrick Ludolph verstanden habe, bzw. was mir beim lesen seines grossartigen Artikels immer wieder ins Auge gestochen ist, ist das Thema der Nachhaltigkeit eines Fotografen. Das ist wohl das Kernproblem unserer Berufsgattung heute. Darüber sollte man sich von Beginn an intensivst Gedanken machen. Dies war zu Beginn meiner Reise als Fotograf der Fehler, den ich heute gerne nicht gemacht hätte… bzw. dort unbedingt mehr Zeit und Gedankengut investieren. Lohnt sich für jeden selbst.

Produkte und Dienstleistungen… sei Serviceorientiert… finde Deinen USP
Ich habe mich, wie ich oben schon geschrieben habe vor allem für die Werbefotografie in der Modewelt entschieden und begeistern können. Es gibt nichts besseres für mich, als den Austausch mit Stylistin, Modedesignern und Kampagnenmanagers. Ein grossartiges Gefühl etwas zu schaffen, was später auf Plakaten auf einen hinunterschlingt oder gar in Hochglanzmagazinen publiziert wird.
Und jetzt kommt das grosse ABER: nach dem Auftrag und wenn die Kampagne vorbei ist… bleibt lediglich die Erinnerung… im besten Falle ein Folgeauftrag beim gleichen Kunden/Brand.

Workshops und e-learning
Vor x-Jahren sagte ich mir, dass ich NIEMALS Workshops geben werde. Ich sagte steht, dass ein guter Fotograf halt eben Fotos macht und nicht Schulungen gibt. Heute hat sich meine Meinung etwas verwässert… denn da kommt die Nachhaltigkeit ins Spiel. Vor gut zwei Jahren hatte ich in Kalifornien die Möglichkeit einen Herrn kennenzulernen, welcher auf der Schulungsplatform UDEMY diverse Kurzschulungen publizierte. Da waren Themen dabei wie Langzeitbelichtung, Fotografie mit Wasser und vieles mehr. Ich war auf Anhieb begeistert von der Idee und dem Businessmodel und habe mich da immer wieder mit beschäftigt. Das eigene Wissen und die Erfahrungen in konkreten Schulungsvideos, welche jederzeit und in kurzen Intervallen konsumiert werden können fand ich Weltklasse.
Nicht nur die einfache Art und Weise wie die Tutorials produziert aber auch konsumiert werden fand ich klasse, sondern auch die Entwicklung dieser Art, sich selbst weiterzubilden fand ich HULK mässig. Zugegeben… spätestens als er mir frecherweise seine Verkaufsstatistik gezeigt hat (das machen die Amis, einfach so…) war für mich der Fall klar… Achilles, das machst Du auch. Aber tausendmal besser als der Kerl…

Somit hatte ich für mich einen Plan das Problem der Nachhaltigkeit zu beheben und in diesem Moment ist die Idee von meiner eigenen Schulungsplatform geboren. Ja klar, und jetzt ein bisschen Werbung in eigener Sache. Meine Schulungsplatform geht im September online mit grossartigem sehr hochwertigem Inhalt. Seid gespannt. Mehr sage ich dazu noch nicht… werde aber in der kommenden Zeit mindestens 1000 Blogartikel darüber schreiben… bin ja der Marketer-Avengers!

Abschliessend und Zusammenfassend stimmt für mich der Weg des Fotografen Samurais immer noch. Aber ich würde jedem wärmstens empfehlen über das Thema der Nachhaltigkeit Intensivstation Gedanken zu machen.

Und die Antwort auf die Frage:
Should I be a photographer? to be or not to be… thats the question!

Klar, auf jedenfall… Plan machen, umsetzen und die Welt rocken!

Somit vielen Dank für den spannenden Artikel von Patrick Ludolph und happy and sunny days and alle…

Link zum Blogartikel von Patrick Ludolph:
neunzehn72.de